Auftaktspiel in der NLB

 

VB Therwil – VBC Visp 3:0
25:21, 25:20, 25:16

Am Sonntag stand für den VBC Visp nun endlich das erste Spiel in der NLB an. Um die lange Reise nach Therwil zu unterbrechen und die Muskeln zu wecken, wurde zunächst eine kurze Trainingseinheit in Delémont absolviert. Nach gemeinsamem Mittagessen und einem Video mit Motivationsbotschaften der Familien waren die Visperinnen eigentlich bereit, das Abenteuer zu starten. Doch der Spielbeginn verzögerte sich aufgrund einer im Vorprogramm stattfindenden 1.-Liga-Partie. Das lange Warten und der damit unterbrochene Spannungsaufbau zehrte an den Nerven der ohnehin schon etwas nervösen Oberwalliserinnen.

Dann ging es endlich los. Und die Gäste mussten sich gegen die NLB-erprobten Baslerinnen keineswegs verstecken. Ganz zur Freude der zahlreich mitgereisten Fans hielten sie bis zum Stand von 21:21 wacker mit. Stark geschlagene Angriffe im Wechsel mit tollen Rettungsaktionen auf beiden Seiten begeisterten das Publikum. Die Hypothek von sieben Servicefehlern war dann aber doch zu gross und der Satz ging trotz guter Leistung mit 25:21 verloren.

Im zweiten Satz agierte Visp dann zu wenig aggressiv. Man hatte zu viel Respekt vor den in Bezug auf die Körpergrösse überlegenen Gegnerinnen. Der Service, sonst eigentlich eine Waffe der Lonzastädterinnen, funktionierte immer noch nicht wunschgemäss. Ein Fehler hier, eine Ungenauigkeit dort, und schon war auch der zweite Satz mit 25:20 weg. “Auf diesem Niveau darf man sich einfach nicht mehr so viele Eigenfehler erlauben, sonst wird man direkt bestraft”, resümierte Captain Melanie Wyer nach dem Spiel.

Im dritten Satz war dann die Luft etwas draussen. Die lange Reise, das zermürbende Warten, die vielen Emotionen – all das hatte an den Kräften des jungen Visper Teams gezehrt. So musste sich der Aufsteiger am Ende mit 3:0 geschlagen geben. Das Spiel gab jedoch auch Hoffnung, da die Visperinnen über weite Strecken mithalten konnten.

Trainer Marc-Antoine Boccali zog nach dem Match folgende Bilanz: "Therwil gehört wie in den anderen Jahren zu den Mitfavoriten. Die physisch starken und gross gewachsenen Baslerinnen nutzten diesen Vorteil in Angriff und Block am Ende des Satzes jeweils voll aus. Wir haben uns aber kämpferisch im Angriff und präzise im Block gezeigt. Deshalb widerspiegelt das Resultat nicht ganz unsere Leistung. Gefehlt haben jedoch unsere normalerweise druckvollen Services und die Schnelligkeit und Entschlossenheit in der Verteidigung. Wir könnten jetzt noch lange Ausreden und Rechtfertigungen suchen, doch das bringt keine Lösungen und wir würden nur Zeit verlieren. Deshalb werden wir die Partie im nächsten Training auch nur kurz analysieren und uns dann sofort der Vorbereitung auf das nächste Spiel widmen.” Dieses findet diesen Samstag um 16 Uhr in der BFO in Visp statt. Gegner wird der VBC NUC II sein.

 

Dajana Abgottspon